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Längsrisse in Hufen

Hallo, unsere 3,5 jährige Quarterhorse-Stute Athena hat seit fast 2 Jahren in allen 4 Hufen starke Längsrisse. Weder verschiedene Hufpleger, noch der Tierarzt wissen eine Lösung.
Athena läuft barhuf und auch beschwerdefrei, aber das macht uns verständlicher Weise nicht glücklich.
Wir suchen hier die Lösung und vielleicht einen Huforthopäden in unserer Nähe (Essen/NRW)

Re: Längsrisse in Hufen

Bitte stellen Sie doch noch je eine ebenerdige seitliche Aufnahme der Hufe und eine der Sohlen ein. Es ist dann einfacher erklärend auf die Problematik einzugehen.
Gruß Klaus Häneke

Re: Längsrisse in Hufen

Hier sind neue Fotos von heute.

Re: Längsrisse in Hufen

Hallo,

leider kann ich ihnen zu den vielen kleinen Rissen im gesamten Wandbereich keine günstige Prognose stellen. Über die Hufbearbeitung allein ist diesem Problem wahrscheinlich nicht beizukommen.

Die Hufwände werden schon vom Kronrand heraus in einer nicht entsprechenden Qualität produziert. In den Bereichen in denen dann die Hufwände etwas ungünstigern Belastungen ausgesetzt sind, finden sich dann die tiefen Risse. Häufig gibt es da auch eine genetische Komponente – Quarterhorse sind häufig mit nicht so guten Hufen ausgestattet.

Trotzdem könnte man an diesen Hufen einiges an der Belastungssituation verbessern und damit die tiefen Risse vermeiden. Die Trachten ihres Pferdes besonders auf der Außenseite schieben unter und ich vermute auch dass diese einrollen. Um dieses genauer beurteilen zu können bräuchte es noch Bilder von der Sohlenseite der Hufe. Diese untergeschobenen Trachten zusammen mit der nach vorne schiebenden Trachtenwand verursachen den Riss in der Seitenwand. Die Risse in der Zehenmitte bzw. seitlich von dieser haben ihren Ursprung in der im unteren Bereich hebelnden (taillierten) Hufhälfte und in im Zehenbereich sich in eine Rundung schiebenden Wandbereichen. Auf diese Hufverformungen kann man mit der Hufbearbeitung günstig einwirken.

Bei vielen Pferden zeigen Zusatzfuttermittel zur Förderung des Hufwachstumes keine besondere Wirkung. Bei ihrem Pferd würde ich das trotz allem versuchen. Eine Blutuntersuchung ob ein Mangel vorliegt wäre sicher günstig. Auch in der Homöopathie finden sich einige Möglichkeiten die Hornqualität zu verbessern.

Nicht zuletzt spielen auch die Haltungsbedingungen eine Rolle. Günstiger als eine reine Haltung auf sehr weichen, keinen Hornabrieb produzierenden Böden wäre es wenn auch harte Flächen zur Verfügung stehen, auf denen genügend Hornabrieb stattfindet. Ohne Hornabrieb werden die Hufe schon innerhalb von 4 Wochen recht hoch und die damit entstehenden Hebel wirken sich negativ aus.

Mit der Kombination von Hufbearbeitung, Fütterung und Haltungsbedingungen sollte es möglich sein zumindest die tiefen Risse in den Griff zu bekommen.

Lieben Gruß Astrid Arnold