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Übermässiger Hufabrieb

Ich habe aktuell ein Problem mit den Hufen meiner 9- Jährigen Warmblutstute.

Die Stute habe ich vor ca. 1,5 Jahren gekauft, damals hatte sie Eisen an den Vorderhufen, hinten lief sie barfuss.

Wir haben sie sodann auf Barhuf umgestellt, wobei wir die erste Zeit erhebliche Probleme mit Fühligkeit auf steinigem untergrund und Ausbrechen, insbesondere der Vorderhufe hatten.

Das haben wir recht gut in den Griff gekriegt, so dass eine normale Hufebarbeitung alle 6- 8 Wochen durch unseren Schmied durchgeführt werden konnte.

Die Stute hat vorne links einen leichten Bockhuf, der Hufe vorne rechts ist "passend" dazu recht flach und breit. Durch den Schmied konnte mittelweile eine gute Korrektur erreicht werden, sprich der Bockhuf wächst mittlerweile breiter, der breite Huf hat sich auch angepasst.

Die Stute stand die letzten 1,5 Jahre in einer Strohbox, mit halbtägigem Auflauf auf einem Paddock (Naturboden) und Arbeit in der Halle und Reitplatz, seltener Gelände (schwieriger Geländepartner ...) Die Stute wurde auch gesprungen, was der Hufqualität keinen Abbruch tat.

Nun haben wir die Stute zum 01.05 - auch wegen ihrer Stauballergie - in einen Lauftstall umgestellt. Dort steht sie gemeinsam mit einer Ponystute. Der Auslauf ist mit Beton befestigt, der Unterstand dick mit Stroh eingestreut.

Nun ist mir heute deutlich aufgefallen, dass sie sich schon innerhalb dieser kurzen Umstallzeit die Hufe deutlich abgelaufen hat. Sie läuft nicht fühlig oder klamm, aber der Huf ist unten "glatt", sprich es ist kein Tragrand mehr vorhanden und die Stute steht auf der Sohle ...

Der letzte Schmiedtermin war vor 1,5 Wochen ... (kurz vor dem Umzug)

Eigentlich möchte ich sie ungern wieder auf Eisen umstellen müssen ...

Was tun? Ab wann ist der Huf so kurz, dass es "brenzlig" wird, was ist noch ok? Habe nun aus Aktionismus erstmal Huffestiger bestellt (Keralit), den Schmied kann ich erst am Freitag (Feiertag) kontaktieren, habe ihm aber schon mal eine Nachricht geschrieben.

Was meint ihr? Stellt sich der Huf auf die erhöhte Abnutzung ein? Oder werden es doch Eisen sein müssen?


Danke Euch schonmal!

Re: Übermässiger Hufabrieb

Hallo Lydia,
es ist leider gar nicht möglich vorherzusagen, ob die Hufe mit dem erheblichen Mehrabrieb
klarkommen - Pferde sind ja sehr individuell mehr oder weniger empfindlich. Sicher spielt
die Hufform da auch eine Rolle ; zB flache Hufe sind meistens empfindlicher als steile mit
viel Bodenfreiheit (Sohlengewölbe).
Die Umstellung war für die Hufe nun auch sehr krass - von halbtags Paddock mit Naturboden
auf mindestens das dreifache im Laufstall mit Betonfläche.
Ich würde mal schauen, ob sie mit den kurzen Hufen laufen mag - natürlich darf bei der
Hufbearbeitung weder gekürzt oder an der Sohle geschnitten werden.
Sollte sie Probleme bekommen, sind Eisen ja ansich schnell angebracht.
Gesünder sind ohne Frage die Barhufe - evtl wäre ein Offenstall mit weniger abriebintensiven
Böden die Lösung.
Alles Gute und liebe Grüße, Angelika Prange