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Diagnose Hornsäule mit Knochenschädigung, OP oder Einschläfern

Lydia
Mitglied seit 11. 11. 2018

Wir brauchen dringend Hilfe.
Sherry hatte vor 2 Monaten einen Hufabszess, der vielleicht nicht richtig ausgeheilt ist. Vor 2 Wochen begann sie wieder zu lahmen und dann sehr stark. Der dazu geholte Tierarzt hat den Huf tief aufgeschnitten und danach geröntgt, weil er vermutet hat, dass der Knochen geschädigt ist. Nach den Röntgenbildern meinte er, dass er nicht sicher ist, ob das überhaupt noch heilbar ist, oder ob sie nicht eingeschläfert werden muss. Er wollte die Bilder einem Tierkrankenhaus zeigen, ob eine OP möglich ist. Sherry ist 17 Jahre alt und eigentlich total fit. Aber so eine OP würden wir ihr gerne ersparen, wenn es möglich ist. Wäre wohl jemand bereit, sich die Bilder anzusehen, ob man nicht doch eine andere Behandlungschance sehen kann?

    cmaeusezahl
    Mitglied seit 23. 10. 2014
    DHG-Huforthopäde/-in

    Hallo Frau Marhoff,
    wie geht es ihrer Sherry im Moment? Wie wird sie behandelt? Wird der Hufabzess bzw. die ausgeschnittene Höhle sauber gehalten und wie ist das Pferd untergebracht (Hufverband oder -schuh, Box/Paddock)? Ganz wichtig ist, dass die Fäulnis behandelt wird und der Huf nachwachsen kann. Eine vorausschauende Hufbearbeitung ist notwendig, um den durch das Loch entstehenden Hebeln und Schiefen entgegen zu wirken.
    Eine Hornsäule ist (wie hier im Forum mehrfach beschrieben - schauen Sie gern in den älteren Beiträgen nach) kurz gesagt eine sinnvolle Reparaturmaßnahme des Körpers um einen Defekt zu verschließen, ähnlich einer Narbe. Wenn man dieses Narbenhorn weg operiert, was soll nachkommen? - Wiederum Narbenhorn.
    Die meisten Pferde können mit einer gut Hornsäule leben, solange man das veränderte Horn im Auge behält, es pflegt und verhindert dass aufsteigende Fäulnis dort zu Problemen führt.
    Haben Sie schon KollegInnen aus unserem Register in ihrer Nähe kontaktiert? Eine solche "Ferndiagnose" via Internet ohne die Hufe gesehen zu haben kann eine individuelle Beratung vor Ort natürlich nicht ersetzen.
    Alles Gute für Sie und ihr Pferd!

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