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Durchtrittigkeit - Möglichkeiten der Verbesserung bei 2jähriger Stute

karo
Mitglied seit 16. 03. 2015

Guten Tag,
ich habe da ein Anliegen.
Ich habe eine 2 jährige Stute. Bis zu einem Alter von 12 Monaten stand sie normal auf den Vorderbeinen. Dann viel uns auf das bei der Stute das eine Durchtrittigkeit zustande kam. Der Hufschmied meinte sie hatte einen Niederbruch, durch einen Infekt. Uns ist aufgefallen das sie übermäßig schnell wuchs. Zudem muß ich noch erwehnen die sich mit 6 Monaten ein leichten Bockhuf am Vorderbein einstellte. Hat die Mutter auch ein wenig.
Meine Frage, haben sie einen Vorschlag, wie wir bei der Stute eine Verbesserung der Fessel - Sehnen erwirken können?? Sie tritt nicht mit dem Fesselkopf auf den Boden auf aber zu erkennen ist die DT schon. Kann man da noch was erreichen, mit welchen Möglichkeiten? Habe gelesen das es bei Masterhorse ein Ergänzungsfutter Namens Repar S zum zu füttern gibt, meinen Sie das wäre sinnvoll? Mineralfutter bekommt sie.
Ich hoffe auf eine Antwort, dass wäre ganz toll.
Mit freundlichem Gruß Karo

    aarnold
    Mitglied seit 28. 01. 2014
    DHG-Huforthopäde/-in

    Hallo Karo,
    Leider lassen sich viele „Fehlstellungen“ nur wenig über den Huf beeinflussen. Die Durchtrittigkeit gehört da auch dazu. Es kann nur versucht werden, die Sehnen oder Bänder die hier nachgegeben haben, über ein Training zu stärken. Hier kommt die Hufbearbeitung insoweit ins Spiel, als dass der Huf so günstig und bequem wie möglich für das Pferd bearbeitet werden muss, damit das Training sinnvoll stattfinden kann und nicht über den Huf evtl. Schonhaltungen sich negativ auswirken.
    Da Sie in ihrem Bericht geschrieben haben dass ihr Pferd als Jährling eher zu steile Hufe hatte und da sehr schnell gewachsen ist, stelle ich mir die Frage ob es bei ihrem Pferd nicht vielleicht so sein kann dass die Hufe gegenüber der Fessel eher zu steil sind und nicht die Fessel tatsächlich zu flach? Dann wäre das Problem eher in einer kurzen Tiefen Beugesehne zu sehen und nicht in einer zu langen Oberflächlichen Beugesehne oder Fesselträger.
    Man kann also ohne genauere Kenntnis der tatsächlichen Situation hier nichts Wirkliches raten. Vielleicht ist es ihnen möglich Bilder hier einzustellen (siehe Fotoanleitung). Über Fotos können wir uns ein genaueres Bild machen.
    Wenn Sie über die Fütterung Einfluss auf die Sehnen und Bänder nehmen möchten, dann wäre auch hier zunächst einmal der Selen und Zink Haushalt zu überdenken und evtl. über ein Blutbild abklären zu lassen. Weitere Sehnenrelevante Bausteine wären neben den Spurenelementen, insbesondere Schwefel, die Vitamine C und E.
    Ich würde mich freuen Bilder von den Hufen ihres Pferdes hier zu sehen damit eine individuellere Beratung möglich ist.
    Lieben Gruß Astrid Arnold

      karo
      Mitglied seit 16. 03. 2015

      Hallo,
      ich sende Ihnen 3Fotos, auf denen das Problem sehr gut zu sehen ist.
      MfG

      CIMG7665.JPG (845,88 KiB)
      CIMG7668.JPG (775,26 KiB)
      CIMG7669.JPG (797,45 KiB)
        aarnold
        Mitglied seit 28. 01. 2014
        DHG-Huforthopäde/-in

        Hallo Karo,
        so wie es sich auf den Bildern darstellt liegen bei Ihrem Pferd Zwei Stellungsabweichungen vor.
        1. die Tiefe Beugesehne scheint das Hufbeinsteil zu ziehen und es kommt hier zu einer Steilstellung des Hufes.
        2. die Oberflächliche Beugesehne scheint nachgegeben zu haben sodass es zu der von Ihnen beschriebenen Durchtrittigkeit kommt.
        Nun könnte es sein das die Trachten ihres Pferdes verhältnismäßig hoch sind, was ebenfalls zu der Steilstellung im Hufgelenk führen könnte. Damit würde dann zwar die TBS entlastet, dies jedoch führt auch dazu dass die TBS die Fessel und den Fesselträger nicht so mit unterstützt wie sie es mit mehr Spannung könnte.
        Leider kann ich auf den Bildern die Trachtenhöhe nicht einschätzen, vielleicht hat aber ihr Hufschmied versucht der Durchtrittigkeit mit mehr Trachtenhöhe entgegenzuwirken. Bitte reden Sie doch mit ihrem Schmied ob das so ist.
        Es ist eine durchaus weit verbreitete Ansicht dass man mit mehr Trachtenhöhe hier weiterhelfen kann, nur leider funktioniert das in den seltensten Fällen. Es erscheint zunächst auch unsinnig die Trachten zu kürzen bringt dies doch die Fessel eventuell noch näher zu Boden. Ob ihrem Pferd jetzt über eine Stellungsveränderung am Huf weitergeholfen werden kann ist letztendlich aber nur vor Ort zu entscheiden. Es kann nur mit der genauen Erkundung der Hufsituation zusammen mit einer Bewegungsanalyse und der gesamten körperlichen Verfassung ihres Pferdes entschieden werden was nun genau am Huf erfolgen kann. Ausschlaggebend vom Erfolg, ist dann auch ein anschließend notwendiges Bewegungstraining.
        Lieben Gruß Astrid Arnold

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