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Flacher Huf, zu lange Zehe, untergeschobene Trachten

TamaraBraun
Mitglied seit 26. 06. 2019

Hallo liebes DHG-Team,

leider ist es so, dass es in meiner Nähe keinen DHG-Hufbearbeiter gibt, aus dem Grund habe ich den üblichen "Schmied".
:-/

Ich habe den Schmied gewechselt, weil mein vorheriger keine gute Arbeit leistete. Mein Pferd wurde auf einem Vorderhuf immer flacher und im Vorderbereich hat sind schon ein sehr kleiner senkrechter Riss gebildet. (Gebäude und Sehen sind völlig in Ordnung lt. Tierarzt). Damit ich meinem neuen Hufschmied besser über die Schultern schauen kann, würde ich mich über Tipps von euch freuen.

Wie bekommt man einen zu flachen Huf mit langer Zehe und untergeschobenen Trachten wieder passender gestellt. Wo am Huf muss man ansetzen. Meines Wissen müssen die Trachten immer weit nach hinten ausgeschnitten werden. Was man keinesfalls tun darf, ist ja die Sohle und die Hornwand zu stark im Vorderbereich zu bearbeiten. Das bring nur kurzfristigen "Erfolg" wurde mir gesagt. Was muss noch beachtet werden?

(Andere Weh-Wehchen hat kein Pferd nicht: Er war schon immer Barhufer, hat grundsätzlich stabile und gesunde Hufe, er geht nicht klamm oder gar lahm, er ist auch erst 8 Jahre alt und körperlich fit, etc.)

Über Tipps von euch würde ich mich riesig freuen!

Viele liebe Grüße
Tamara

(PS.: Wenn man nachträglich noch Bilder einfügen kann, werde ich das tun)

    adecker
    Mitglied seit 05. 03. 2014
    DHG-Huforthopäde/-in

    Liebe Frau Braun,
    fotografieren sie doch bitte mal die Hufsituation, dann ist es einfacher eine fundierte und fallbezogene Antwort zu geben.

    Herzliche Grüße Alexander Decker

      TamaraBraun
      Mitglied seit 26. 06. 2019

      1. Bild: Vorne links
      2. Bild: Vorne links
      3. Bild: Vorne rechts
      4. Bild: Vorne rechts

        TamaraBraun
        Mitglied seit 26. 06. 2019

        1. Bild: Hinten links
        2. Bild: Hinten links
        3. Bild: Hinten rechts
        4. Bild: Hinten rechts

          Liebe Frau Braun,
          auf den Fotos ist zu sehen, dass sehr stark an den Zehenwänden gearbeitet wurde. Dadurch verlieren diese ihre Trage- und Haltefähigkeit.
          Die anderen Wandbereiche werden durch diese Bearbeitung unnötig überlastet und fangen an sich zu verformen. Das führt zu nach außen gewölbten Seitenwänden und diese ziehen die Trachten unter den Huf.
          Das wird noch unterstützt durch zu lange Eckstreben, diese wirken sich ebenfalls negativ auf den Trachtenbereich aus.

          Ich wünsche ihnen eine schöne Zeit mit ihrem Pferd und vielleicht können sie ein bißchen Einfluß auf die zukünftige Hufbearbeitung nehmen, so das ihr noch viele gesunde und lahmfreie Jahre vor Euch habt.

          Herzliche Grüße
          Alexander Decker

            TamaraBraun
            Mitglied seit 26. 06. 2019

            Hallo Herr Decker, ihre Erklärungen leuchtet mir ein außer das Thema „Bearbeitung der Zehenwände“.
            3 von 4 Hufen haben die selbe Zehenwandbreite wie die Seitenwände. Dies ist auf den Sohlenbildern zu erkennen. Aus meiner Sicht sind diese nicht zu stark bearbeitet, außer ein Huf (vorne links).
            Bitte erklären Sie mir das etwas genauer, damit ich Sie verstehen kann.
            Mit freundlichen Grüßen

              adecker
              Mitglied seit 05. 03. 2014
              DHG-Huforthopäde/-in

              Da die Seitenwände auch stark beraspelt wurden sind die Wände aus der Sohlenansicht alle ähnlich breit.
              Die Wand im Zehenbereich kann aber bei diesen Hufen durchaus mehr Tragfähigkeit und Breite haben.
              Versuchen sie einfach mal über einen längeren Zeitraum die Zehenwände weniger stark zu bearbeiten und beobachten sie wie sich die Hufsituation entwickelt.

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