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Hufbeinrotation/Hufbeinsenkung

katharina
Mitglied seit 11. 02. 2014

ich bin echt am verzweifeln...ich fang mal ganz von vorne mit der Geschichte an... Meine 10 jährige Stute hatte husten...ich habe dann um 16 Uhr einen Termin mit dem Tierarzt vereinbart....als ich pünktlich am Stall ankam war meine Stute schon mit der Behandlung fertig...die Stallbesitzerin und der TA haben einfach ohne mich angefangen... 4 Tage später komme ich zum Stall und meine Stute konnte nicht mehr laufen...sie hatte Hufrehe bekommen ( sie hatte noch nie Probleme mit Rehe o-ä , sie ist lediglich etwas zu dick )...Mir hat niemand gesagt, dass meiner Stute wegen dem Husten Cortison gespritz wurde....daher hat sie nun auch den Reheschub....Nun gut..ich wieder den Tierarzt angerufen, da dieser aber im Urlaub war musste ich vorlieb mit seiner Kollegin nehmen...Ich hatte das Gefühl sie hatte nicht wirklich Ahnung davon,,, Leider habe ich dem TA vertraut, weil ich mich mit Rehepferden überhaupt nicht auskenne...sie hat ihr Schmerzmittel gespritzt und ich habe noch eine flasche bekommen die ich ihr 10 Tage geben soll ins Maul...Sie sagte auch, dass die Stute weiterhin Kraftfutter bekommen und auf die Weide soll.( Die am Stall haben außerdem keine Lösung gefunden die Stute drinnen zu lassen) Nach diesen 10 Tagen Schmerzmittel ging es meiner Stute immer schlechter....Da mein TA mittlerweile aus dem Urlaub war habe ich sofort angerufen und er kam dann auch recht schnell....Wir haben die Stute dann geröngt und einen Aderlass gemacht..( Das hätte die TA die sie davor behandelt hat auch machen müssen! ) . und das Ende vom Lied ist, dass die Stute eine Hufbeinrotation/ Hufbeinabsenkung und jetzt 2 Monate Gips hat...außerdem ist die Lederhaut von dem gefrorenen Hubbeln auf der Weide so unter Druck und dünn geworden, dass die Spitze vom Knochen massiv auf die Lederhaut drückt.... Kann man die Stute irgendwann wieder reiten?...Wie lange dauer so eine Rahabilitation? Vielen Dank!

    bhoellmer
    Mitglied seit 11. 02. 2014
    DHG-Huforthopäde/-in

    Guten Abend Katharina, zu Ihrer Frage ob Ihr Pferd wieder nutzbar /reitbar ist kann ich Ihnen sagen Ja das ist ein realistisches Ziel . Allerdings hängt diese zukünftige Leistungsfähigkeit von den nächsten Monaten und von dem Maß ab wie eine Rehabilitation der Hufe erfolgt. Die 2 Monate Gips halte ich für keine gute Maßnahme, da nach abklingen der akuten Rehe schnellstmöglich mit der Sanierung der Hufe begonnen werden muss . Aus meiner Praxiserfahrung kann ich sagen das Rehehufe sehr schnell nach dem Schub anfangen zu verbiegen und sehr massiv wachsen . Häufig sind Hufbearbeitungsintervalle von 2-3 Wochen gerade optimal. Unterm Gips ist keine Bearbeitung Möglich und so vergibt man sich die Chance der schnellstmöglichen Einflussnahme auf das nachwachsende Horn . Um das Sohlenhorn vor dem gefrorenen Boden zu schützen gibt es immer die Möglichkeit von Hufpolstern und speziellen Krankenschuhen. Allerdings sollte sich Ihr Pferd mit Schmerzmitteln nicht frei bewegen dürfen lediglich ein kleiner Paddock gerne auch an frischer Luft sollte gewährt werden zumindest für die Zeit des akuten Schubes und kurz danach. Ich empfehle Ihnen das Buch ..Diagnose Hufrehe.. von Konstanze Rasch da finden Sie viele weiterführende Informationen zur Fütterung Haltung und natürlich Hufbearbeitung. Ich hoffe Ihnen etwas helfen zu können und drücke die Daumen das es schnell gelingt Ihrem Pferd wieder Lebensfreude zu schaffen. Dazu gehören in jedem Fall tüchtige gesunde Barhufe. Viele Grüße Birgit Höllmer

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