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Jährling, leicht steiler Huf

Sambly
Mitglied seit 25. 08. 2015

Hallo,

ich zerbrech mir momentan mein Kopf über meinen 14 Monate alten Hengst.
Und zwar hat er einen leicht steilen Huf schon seit er klein war.
Alle 4 Wochen wurden also die Trachten etwas gekürzt.

Mein Schmied sagt von Anfang an das ich keine Bedenken haben muss. Der Huf bleibt aber etwas steil.
Seit diesem Jahr steht er auf der Fohlenweide. Auch die Stallbetreiber (Züchter, Hengsthalter und ehem. Sportler) meinen das ich mir da keine Gedanken machen muss. Aber ich mach sie mir trotzdem und will einfach noch gern eine unverbindliche Meinung hören und jetzt wo er noch jung ist alles probieren.

Momentaner Stand ist:
- Nach dem letzten Schmiedbesuch gefällt meinem Schmied nicht das der Huf nicht wirklich besser wird trotz regelmäßiger Bearbeitung. Ich sollte meinen Tierarzt wegen der Beugesehne ansprechen.

-Tierarzt kam letzte Woche, wir haben ein Röntgenbild (ich hab es leider nicht zum zeigen) gemacht und man sieht wohl anhand der Knochen das es ein leichter Bockhuf ist, was aber nicht weiter schlimm ist.
Wie es weiter geht: Beim nächsten Schmiedbesuch soll radikal hinten gekürzt werden. Und dann abwarten wie sich er darauf einstellt. Je nachdem soll was gespritzt werden (Ich weiß leider nicht mehr genau wie das hieß.. sollte zur Entspannung dienen) oder wenn wirklich die tiefe Beugesehne zu kurz ist eine OP.

Ich würde euch gerne optimale Bilder zeigen aber dadurch das er auf der Fohlenweide steht ist es grad nicht möglich. Ich hoffe das man trotzdem etwas erkennen kann.
Ich muss dazu sagen: Es kommt darauf an wie er steht. Manchmal komm ich und kann nur minimal die Fehlstellung erkennen und manchmal schlag ich die Hände über den Kopf zusammen..

Die angehängen Bilder sind von letzter Woche.

Mit freundlichen Grüßen und danke im Voraus!

    alinhard
    Mitglied seit 10. 02. 2014
    DHG-Huforthopäde/-in

    Hallo Sabrina,
    mit 14 Monaten ist eine so gravierende Änderung, wie Ihr Schmied sie vorhat, nicht mehr angeraten! Das zeigt ja auch schon, daß es bisher mit dem Kürzen der Trachten nicht mehr funktioniert hat und die Zehe - höchstwahrscheinlich aufgrund der Maßnahmen - schon verbogen ist/weghebelt. Einen Bockhuf erfolgreich in eine gerade Zehenknochen-Achse zu bringen gelingt - wenn überhaupt - nur im Fohlenalter und das dann ggf auch mit OP.
    Von dem geplanten extremen Runterschneiden der Trachten ist also abzuraten! Sie müssen damit rechnen, daß das zu Schmerzen im palmaren Bereich führt, auch weil die Tiefe Beugesehne unter noch mehr Zug gerät. Im schlechtesten Fall zieht die TB dann das Hufbein noch steiler und die Zehe wird noch mehr verbiegen. Damit riskieren Sie eine Belastungsrehe.
    Warum lassen Sie ihm den Bockhuf nicht einfach? Damit kann er doch gut leben und alt werden..... wichtig dabei ist nur, daß man die Bearbeitung entsprechend anpaßt, d.h., den Trachten ihre benötigte Höhe (steil)läßt und die Zehe entsprechend zum Hufbein parallel gerade beraspelt.
    Damit ersparen Sie ihrem Pferd auch die OP und die damit verbundenen Strapazen.
    Alles Gute und beste Grüße,
    Angelika Linhard

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