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Strahlbeinzyste

Jiffy
Mitglied seit 23. 05. 2017

Hallo,

bei meiner Stute (7 Jahre) wurden vor ca. drei Monaten eine Strahlbeinzyste diagnostiziert (Röntgenbilder). Sie hatte vor zwei Jahren wenige Male ganz kurzzeitig gelahmt, hatte dann vor eineinhalb Jahren (September 2015) eine Sehnenentzündung (wahrscheinlich - Ultraschall wurde damals nicht gemacht).

Vorne, vor allem auf dem Problembein/ Problemhuf (vorne rechts) stand sie immer eher zehenweit. (Mit relativ großer Wahrscheinlich wurde während der Aufzucht weder auf eine richtige Mineralversorgung noch auf regelmäßige Hufpflege wirklich geachtet).
Sie war ab 4-jährig übrigens beschlagen. Sie wurde mit sechs Wochen in einer Paddockbox mit täglichem Schritt führen oder reiten auf hartem Boden und danach langsames Steigern im Trab langsam wieder aufgebaut. War dann eine Zeitlang mit geschlossenen Eisen und mit Stiften leicht hochgestellt beschlagen. Zudem sollte laut Tierarzt der Schmied die Fehlstellung (zehenweit) korrigieren und versuchen, sie mehr nach innen zu bringen. Mein Schmied sagte, hm, ok, er hat es eigentlich so gelernt, beim erwachsenen Pferd nicht mehr groß korrigieren bei sowas, aber wenn der Tierarzt das sagt, macht er das. Lief dann wieder gut lahmfrei. Im Januar 2016 wurden die Eisen abgenommen, da sie mit den geschlossenen Eisen stark aufstollte und sie im Februar zum Decken mit Natursprung ging (wollte sie aufgrund des, wenn auch scheinbar ausgeheilten, Sehnenschadens nur noch leicht Reiten und stattdessen eine Fohlenpause gönnen bzw. auch auf längere Sicht einige Fohlen ziehen und nur noch leicht Bewegen). In den Wochen barhuf hab ich sie auch leicht geritten im Schritt und Trab, war auch lahmfrei.
Ende Februar ging sie eben zum Hengst, wurde Anfang März gedeckt. Als sie wieder zuhause war, hab ich sie den Frühling und Sommer über leicht geritten (viel Gelände, aber auch nur eher kurze Ritte, überwiegend Schritt und Trab, auch etwas Platzarbeit, auch da sehr wenig Galopp und wenig enge Wendungen). Ging weiterhin recht gut. Sie war dann wieder beschlagen mit geschlossenen Eisen (bei uns sind die Wege im Gelände teilweise stark geschottert, kaum weiche Wege), erst nochmal leicht hochgestellt mit Stiften, dann nur noch normale geschlossene Eisen. Ab ca. Juli hat sie ab und an wieder leicht gelahmt, meist, wenn sie sich Steine in die Eisen getreten hat, was bei den geschlossenen Eisen leider häufig vor kam. Daraufhin hab ich sie beim nächsten Beschlag mit normalen Eisen beschlagen lassen. Es wurde weiterhin immer versucht, die zehenweite Stellung zu korrigieren.
Ab Ende August/ Anfang September begann sie dann wieder deutlich zu lahmen. Nur noch leicht Schritt ins Gelände geritten bzw. dann ganz auf der Koppel/ im Offenstall stehen lassen. Da sie tragend war, meinte der Tierarzt, viel behandeln kann man jetzt eh nicht, wir warten, bis das Fohlen da ist, dann gehen wir das Thema nochmal ausführlicher an und schauen, was wirklich los ist.

Anfang November 2016 hatte sie dann eine Kolik, die zu einer Kolik Operation führte. Stute und Fohlen haben es gut überstanden (wenn auch die Stute wegen einem Narbenbruch im Herbst noch einmal operiert werden muss, aber das ist wohl im Vergleich zur Kolik-OP harmlos). Sie stand dann den Winter über in der Box bzw. am Ende auf einem kleinen Einzelpaddock und wurde nur Schritt geführt und dann nach zwei Monaten ab und an ein paar Meter getrabt. Dabei lahmte sie wieder, woraufhin ich bis zur Geburt wieder nur noch Schritt mit ihr ging. Im Februar 2017 kam ein gesundes Fohlen zur Welt.
Nachdem das Fohlen natürlich von Anfang an Bewegung brauchte, um nicht wieder dieselben Probleme später zu haben (denke, die Fehlstellung kommt wirklich durch die Aufzucht), gab es dann wieder freie Bewegung für Stute und Fohlen. Die ersten Tage lief sie gut, obwohl sie mit dem Fohlen auch recht viel getrabt und galoppiert ist. Nach einigen Tagen begann sie aber wieder stark zu lahmen.

Sie wurde dann geröntgt, Diagnose Strahlbeinzyste. Tierarzt empfahl eine Behandlung mit Osphos (ähnlich Tildren) und geschlossene Eisen mit 5mm Steg hinten, so dass sie einen richtigen "Stöckel" hat, damit das Strahlbein zur Ruhe kommt. Wurde vom Schmied umgesetzt, obwohl er auch hier Bedenken geäußert hat, ob es wirklich gut ist, sie so extrem hoch zu stellen und vor allem länger als 4-5 Wochen kurzzeitig. Die Wirksamkeit der Behandlung sollte nach 12 Wochen untersucht werden.
Zudem stand sie mit zunehmenden Alter des Fohlens und besseren Wetters immer mehr draußen, erst ganztags von 6.30 bis 19/20 Uhr, dann durchgehend im Offenstall.
Nach ca. 6 Wochen lief sie dann erst mal lahmfrei für ca. 4 Wochen. Seitdem lahmt sie wieder an manchen Tagen, an manchen nicht. Anzumerken ist vielleicht noch, dass sie noch nie im Schritt gelahmt hat bzw. nur zwei Tage, als die Sehnenverletzung akut war, sonst immer nur im Trab. Teilweise lahmt sie auch auf dem Weg zur Koppel (momentan noch ca. 2 Stunden täglich zum Anweiden, ab nächster Woche dann ganztags bzw. 24h) und auf dem Rückweg nicht mehr. Oft lahmt sie auch jetzt wieder, wenn sie Steine in den geschlossenen Eisen eingetreten hat.

Jetzt die Überlegung meinerseits, sie auf barhuf umzustellen, da die Argumente mit besserer Durchblutung etc. für mich sehr logisch klingen. Tierarzt rät davon ab, er meint, da sie dazu neigt, zu flach zu stehen, kann er sich nicht vorstellen, dass sie barhuf dauerhaft läuft. Tierarzt aus der Klinik meint, kann man probieren, grundsätzlich tendiert er eher zu Eisen bei der Diagnose, aber manche laufen auch barhuf, wenn ich es probieren möchte, mache ich auch nichts kaputt, wenn es nicht klappt und sie dann wieder beschlagen lasse. Dritte Meinung, bei der Fehlstellung nicht versuchen, da sie sich die Eisen sonst wieder stark schief abläuft und alles nur verschlimmert wird. Letzteres kann ich schlecht beurteilen. Wobei es, seit versucht wurde, die Stellung zu korrigieren, nur schlimmer geworden ist, ob nun deshalb oder aus anderen Gründen.
Bei dem Argument des Tierarztes, sie stellt sich selbst zu flach hin, muss aber steil stehen, würde ich eher sagen: Barhuf hat sie sich eigentlich eher die Zehe abgelaufen, also ohnehin eher steil. Mit Eisen dagegen kann ja nur während der Beschlagsperiode die Zehe immer länger und somit die Stellung immer flacher werden.

Jedenfalls würde ich es gerne barhuf probieren, hab aber dazu drei konkrete Fragen:
1. Wie sieht das mit der Fehlstellung aus? Korrigieren oder nicht? Wird das ohne Eisen ggf. wirklich schlimmer?
2. Sie hat jetzt wie gesagt 5mm Steg hinten. Ist das zu viel Umstellung auf einmal, wenn man die Eisen einfach abnimmt oder sollte man dazwischen einen Beschlag mit z. B. 2-3mm machen und beim übernächsten Mal auf barhuf umstellen?
3. Zeitpunkt zur Umstellung - sofort, wenn sie die nächsten Monate ohnehin fast nur auf der Koppel steht, was vom Boden her ja normalerweise optimal ist, oder im Herbst, wenn sie wegen dem Narbenbruch nochmal operiert wird und somit leider nochmal ein paar Wochen stehen muss?

Sehr langer Text, aber ich bin momentan echt verunsichert, weil einfach jeder was anderes sagt. :-(

Hufbilder kann ich die Tage gerne noch machen und die Röntgenbilder bekomme ich am Montag von meinem Hufschmied, falls die helfen.

Liebe Grüße
Andrea

    Jiffy
    Mitglied seit 23. 05. 2017

    Leider klappt das Hochladen der Bilder nicht. Weiß jemand, woran das liegen könnte? Ich wähle die Dateien aus, aber nach Klicken auf Vorschau oder Senden sind sie wieder weg.

      sspies
      Mitglied seit 07. 04. 2014

      Liebe Jiffy,
      ich werde das Problem schnellstmöglich von unserem Techniker prüfen lassen.

      Herzliche Grüße
      Stefanie Spies

        medienpol
        Mitglied seit 24. 05. 2017

        Guten Tag,

        dies ist ein Test des Bilduploads...

        horse.jpg (15,06 KiB)
          medienpol
          Mitglied seit 24. 05. 2017

          Hallo,

          Ist es möglich, dass die Bilder die Sie hochladen möchten größer als 4MB sind? Dadurch wird der Upload verworfen.

          Falls dies nicht der Fall ist und sie weiterhin Probleme mit dem Bildupload haben, wäre es gut noch weitere Informationen zu bekommen da ich das Problem bisher nicht reproduzieren kann.
          (Windows/Mac?, welcher Browser?, welche Browserversion?)

          Dank & Gruß,
          Achim

            Jiffy
            Mitglied seit 23. 05. 2017

            Hallo Achim,

            danke fürs Nachgehen des Problems!
            Ich hab übers Handy (Chrome) hochgeladen. Beim ersten Versuch waren die Bilder tatsächlich knapp über 4MB, habe sie dann verkleinert und erneut versucht. Oder dürfen alle Bilder in einem Beitrag zusammen nur 4MB haben?
            Ansonsten werde ich es heute Abend einfach noch mal probieren.

            Viele Grüße
            Andrea

              medienpol
              Mitglied seit 24. 05. 2017

              Hallo nochmal,

              die Beschränkung gilt je Beitrag. Ich werde jedoch zur Sicherheit auch noch einmal einen Test per Handy durchführen.

              Grüße,
              Achim

                Jiffy
                Mitglied seit 23. 05. 2017

                Neuer Versuch, Eknzelbilder sind vorne rechts.

                  Jiffy
                  Mitglied seit 23. 05. 2017

                  Neuer Versuch, Eknzelbilder sind vorne rechts.

                    Jiffy
                    Mitglied seit 23. 05. 2017

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                    Wäre super, wenn jemand was dazu sagen könnte