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Hufrehe

Chessy, Haflinger Stute, 21 Jahre

Chessy lebt seit ihrem zweiten Lebensjahr bei ihrer Besitzerin im Offenstall mit Weidezugang. Die Pferde wurden aus Zeitmangel der Besitzerin länger vom Schwiegervater zu gut versorgt, unter anderem mit Brot.

Erster Reheschub: 8. März 2016

Behandlung: Aderlass, Schmerzmittel und Blutverdünner durch den Tierarzt und Rehebeschlag durch den Hufschmied. Futterreduzierung.

Mitte Mai 2016 hat die Besitzerin eine Huforthopädin zur Beratung hinzugezogen. Chessy lief zu diesem Zeitpunkt einwandfrei. Mit der Überlegung „never change a running system“ hat sie die Besitzerin zwar über die huforthopädische Vorgehensweise informiert, aber die Bearbeitung nicht übernommen.

Da alles gut lief, dachte sich wohl auch der Hufschmied, lassen wir doch die Eisen besser noch drauf. Im Juni nach dem Angrasen bekam Chessy jedoch einen neuen Reheschub und die Huforthopädin einen Anruf. Chessy war bis dahin nicht umbeschlagen worden. Ihre Vorderhufe waren mit zehenoffenen Eisen und Polster beschlagen, die Zehenwand der Hufe war stark bearbeitet worden.

Die Vorderhufe vor der ersten huforthopädischen Bearbeitung im Juni 2016:

Bei dieser Hufsituation war mit Schwierigkeiten zu rechnen. Nach dem Abnehmen der Eisen und der Hufbearbeitung gab es trotz Polsterverbänden eine Verschlechterung. Diese wurde mit einer Blutegeltherapie behandelt, was jedoch in diesem Fall auch nur eine leichte Verbesserung brachte.

Den Tierarzt wollte die Besitzerin nicht mehr dazu holen, da sie sich für den Barhufweg entschieden hat und eine Auseinandersetzung mit ihm scheute. Eine Tierheilpraktikerin wurde hinzugezogen und mittels Bioresonanztherapie wurden bei Chessy Vergiftung, Stoffwechselstörung und die Notwendigkeit der Unterstützung des Hormonsystems festgestellt. Sie wurde in den nächsten drei Monaten parallel zur Hufbehandlung durch die Tierheilpraktikerin behandelt. Nach dem ersten Tag der Bioresonanzbehandlung ging es bergauf, was die Besitzerin gleichermaßen freute, aber auch sehr erstaunte. Chessy war zunächst in den Wendungen noch klamm und auch im Trab lahmte sie, aber sie bewegte sich nun auch wieder von selbst. Vorher stand sie in deutlicher Reheschonhaltung und hatte große Schwierigkeiten, eines ihrer Vorderbeine aufheben zu lassen.

Die Hufbearbeitung erfolgte in den ersten Monaten in einem Abstand von drei Wochen, dann im Abstand von vier Wochen. Über den Winter probierten wir einmal das Bearbeitungsintervall auf sechs Wochen zu verlängern. Das führte aber im Ergebnis zu einer Verschlechterung der Hufsituation und wurde deshalb wieder zurückgenommen.

Chessy erhielt eine rationierte Heufütterung und dazu ein hochwertiges Mineralfutter. Sie bekam über einen längeren Zeitraum Zeolith. Von November 2016 bis Ende März 2017 erhielt sie zudem MSM und ein spezielles Antioxidans verabreicht. Die Blättchenschicht verbesserte sich hierauf gravierend. Seither ist Chessy lahmfrei in allen Gangarten und zeigt auch keinen Wendeschmerz mehr. Seit Anfang April 2017 wird Chessy wieder geritten.