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Erste Ergebnisse einer Studie zum Einsatz von Blutegeln bei Hufrehe (Dr. Konstanze Rasch)

Unterstützt vom Fachverband Niedergelassener Tierheilpraktiker (FNT) e.V. und der Biebertaler Blutegelzucht GmbH führt die 
DHG e.V. seit dem vergangenen Jahr eine bundesweite Studie durch, um die Wirksamkeit der Blutegeltherapie bei der akuten Hufrehe zu untersuchen. Start der Studie war der Frühsommer 2008. Ziel der Studie ist es, die bisher vorliegenden, aber noch vereinzelten, positiven Beobachtungen zum Einsatz von Blutegeln bei Rehe zu bündeln, und sie unter einem gemeinsamen, einheitlich angelegten Forschungsdesign zu erheben und zu systematisieren.
Erste Ergebnisse liegen vor und sollen in einer Art Vorschau an dieser Stelle präsentiert werden.

Insgesamt 80 Therapeuten beteiligen sich an der Studie. Die Mehrheit stellen dabei die Tierheilpraktiker. Das ist durchaus repräsentativ für die tatsächliche Anwendung der Blutegeltherapie in der Großtiermedizin. Die Tierheilpraktiker sind auch diejenige Berufsgruppe, die die positive Wirkung der Blutegeltherapie bei Erkrankungen des Pferdes in der Praxis bereits bewusst zur Anwendung bringt. 12 % der eingesandten Protokolle wurden von Tierärzten erstellt. 29% der Daten wurden von Huforthopäden oder Hufpflegern erhoben.

Durch die relativ geringe Beteiligung von Tierärzten konnte das eigentliche Ziel der Studie, den Einsatz von Blutegeln im akuten Stadium der Hufrehe zu erheben, leider nicht gänzlich erfüllt werden. Der Tierarzt ist in der Regel derjenige, der als erster vor Ort ist und die Blutegeltherapie in diesem Stadium anwenden könnte. Zumeist wird erst im späteren Verlauf zusätzliche Hilfe beim Tierheilpraktiker und/oder beim Huforthopäden gesucht.

So wurden im Rahmen der Studie nur 29% der Rehefälle wirklich im akuten Stadium, d.h. innerhalb von 72 h nach dem Auftreten der ersten Rehesymptome erfasst. Diese Fälle zeigen jedoch sehr nachdrücklich das positive Potential der Blutegeltherapie für das akute Rehegeschehen. In allen diesen Fällen konnte im Resultat eine Verbesserung des Zustandes innerhalb von 48 h beobachtet werden! Bei 13 der 15 Pferde trat die Verbesserung bereits innerhalb von 24 h ein.

Die folgende Abbildung zeigt den Verlauf bei Pferden, die innerhalb der ersten 24h...