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Hufkrebs nach Hufabszess

Cleopatra, 6 Jahre, Warmblutstute

Cleopatra begann Mitte Februar 2016 plötzlich zu lahmen. Ihr rechtes Hinterbein war geschwollen und sie stellte es nur noch auf der Zehe ab. Der Tierarzt eröffnete einen Hufabszess, allerdings lahmte Cleo weiter. Röntgen ergab keinen Befund. Unter Antibiotikum schwoll das Bein zunächst ab, wurde nach dem Absetzen allerdings sofort wieder dick. Der Tierarzt riet zur OP. Als die Besitzer dies ablehnten, riet er zum Einschläfern. Die Besitzer wollten ihre junge Stute nicht einschläfern lassen und suchten nach Alternativen. Mitte April 2016 übernahm eine Huforthoädin die Betreuung von Cleos Hufen. Die Situation hatte sich unterdessen noch weiter verschlimmert. Cleo musste sediert werden, da sie niemanden mehr an ihr schmerzendes Bein ließ. Auch die Reinigung zwischen den Hufterminen war zunächst nur mittels Wasserstrahl aus der Distanz möglich. Cleo duldete keinen Verband an ihrem Bein. Selbst das einfache Abkleben den der Hufsohle war nicht möglich, da sie sich im Liegen das Panzertape abnagte. Obwohl das Sauberhalten des Hufes hierdurch natürlich um einiges erschwert wurde, heilte die Hufkrebswunde im Verlauf der nächsten beiden Monate ab. Anfang Juni 2016 waren die Hornstrukturen wieder geschlossen.