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Hufkundige Tiermediziner braucht das Pferd – Einsichten und Aussichten zum „Gegenstand Pferdehuf“ in der Tierheilkunde (Bianka Wernick)

Studium

In meiner Ausbildung zur Tierärztin wurden gemäß §38 der Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten sowie zur Änderung anderer  approbationsrechtlicher Vorschriften vom 10. November 1999 (TAPPO) gefordert: „Sie haben ferner ihre Kenntnisse in der Chirurgie einschließlich der Operations- und Betäubungslehre, der Augenkrankheiten, der Huf- und Klauenkrankheiten und der Huf- und Beschlagslehre nachzuweisen.“ (Bundesgesetzblatt Jahrgang 1999 Teil I Nr. 50, ausgegeben zu Bonn am 12. November 1999)

Gemäß Anlage 1 (zu § 2 Abs. 1, 2 und 7) Fachgebiete und Gesamtstundenzahlen wurden für Chirurgie einschließlich Operations- und Betäubungslehre, Augenkrankheiten, Huf- und Klauenkrankheiten und klinische Radiologie 126 Stunden gefordert.

Im Vergleich dazu waren für die Lebensmittelhygiene insgesamt ganze 196 Stunden vorgesehen.

Da ich aus persönlichen Gründen schon frühzeitig Interesse für den Huf hegte, befasste ich mich schon vor dem Ausbildungsabschnitt Huf in der Anatomie mit diesem Thema. Wir konnten immerhin von vier Stunden Vorlesung in der Anatomie profitieren. Im weiteren Studium waren für den Huf insgesamt noch einmal 12 Stunden vorgesehen: Acht Stunden Hufbeschlag-Vorlesung, zwei Stunden Propädeutik, zwei Stunden Operationen an Huf und Klaue. Der Lehrerfolg der Hufbeschlag-Vorlesung war leider nicht sehr effektiv - wie ich auch selbst feststellen konnte - und diese Vorlesung wurde nachfolgend gestrichen, ebenso wie das damals noch geprüfte Hufbeschlag-Testat.

Eine positive Entwicklung ist inzwischen an einzelnen Hochschulen zu bemerken. Z.B. haben die Studenten der Leipziger Veterinärmedizinischen Fakultät seit einigen Semestern die Möglichkeit, sich intensiver mit dem Thema „Huf“ zu befassen und erhalten neue Denkanstöße. Nur das Wissen um die Anatomie und Pathologie lässt den angehenden Tierarzt die richtigen Schlüsse für die Behandlung verschiedener Huferkrankungen ziehen. Sie sollten diese Chance nutzen.

Dieser Artikel ist Bestandteil der Tagungsmappe der 7. Huftagung der DHG e.V. Die Tagungsmappe (71 Seiten) kann zum Preis von 10 Euro bei uns bestellt werden.

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