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Hufzubereitungsstudie 2012-2014, Veterinär-Anatomisches Institut der Universität Leipzig, Betrachtung und Interpretation von Ergebnissen und Parametern aus huforthopädischer Sicht (Frank Vicent)

Einleitung

Im Rahmen der Studie wurden 24 Pferde in zwei Gruppen alle vier Wochen huforthopädisch bearbeitet.

Direkt vor und nach jeder Hufbearbeitung wurden morphometrische Messungen durchgeführt. Alle acht Wochen kamen kinetische Messungen hinzu. Zur ersten und letzten Bearbeitung wurden zusätzlich Röntgenaufnahmen angefertigt. Über den gesamten Zeitraum wurden bei jeder Bearbeitung Fotos in verschiedenen Ansichten erstellt.

In einer Gruppe wurden drei Pferde auf Wunsch der Besitzer aus der Studie genommen. D.h. die statistischen Betrachtungen beziehen sich letztlich auf 21 Pferde.

In beiden Gruppen waren verschiedene Pferderassen vertreten. In einer Gruppe standen 11 Pferde nachts in Boxen mit tiefer Stroheinstreu und täglichem, von der Jahreszeit abhängigem Koppel- oder Paddock-Gang. Der Weg führte über Betonflächen. In der anderen Gruppe wurden acht Pferde von Juli bis Oktober 24 Stunden auf der Sommerweide gehalten. Ab Ende Oktober standen sechs dieser Pferde nachts in Boxen mit Strohhäcksel auf Betonboden und tags in großen Gruppen auf Paddocks mit zentraler Fütterung. Auch da wurden die Pferde über Betonboden in den Paddock getrieben. Zwei Pferde wurden nicht geritten und standen von Oktober bis zum Ende der Studie im Offenstall. Zwei weitere Pferde standen ganzjährig im Offenstall mit Unterstand, Betonboden und Weidezugang. In den Außenbereichen war der Boden in den Wintermonaten sehr lange uneben gefroren.

Die Pferde wurden im Schulbetrieb oder von Freizeitreitern in verschiedenen Reitweisen genutzt.

Betrachtung und Interpretation

Erklärungen zu funktionalen Zusammenhängen an der Zehengliedmaße des Pferdes, z.B. des Hufmechanismus, werden im Allgemeinen an einem Model, d.h. dem des Idealhufes erklärt. Wenige Hufe entsprechen tatsächlich diesem Idealbild.

Folgerichtig ist jeder Huf in Form und Funktion einzeln zu betrachten. Unerlässlich ist auch der Blick auf Haltung, Nutzung und Fütterung, die einen erheblichen Einfluss auf Veränderungen am Hornschuh der Pferde haben und saisonal schwanken.

Im Vortrag von Dr. Jenny Hagen wurden die Untersuchungen und Parameter schon genannt und verschiedene Zusammenhänge erklärt. Auf einige Parameter und Zusammenhänge möchte ich näher eingehen.

Dieser Artikel ist Bestandteil der Tagungsmappe der 8. Huftagung der DHG e.V. Die Tagungsmappe (116 Seiten) kann zum Preis von 15 Euro bei uns bestellt werden.

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